Freitag, 09 November 2018
von Stephan Lamprecht

So machen Sie Ihre Seife selbst

Wenn nach dem Duschen oder Baden die Haut juckt oder brennt, reagiert der Körper empfindlich auf einen Inhaltsstoff. Nur auf welchen? Wer seine Seife selbst herstellt, weiß genau, was darin ist. Wir erklĂ€ren Ihnen, wie das geht.

Wir erklÀren Ihnen, wie Sie Ihre Seife selbst herstellen können.

Wir erklÀren Ihnen, wie Sie Ihre Seife selbst herstellen können.

Selbermachen liegt im Trend. Handgemachte Produkte kommen ohne Konservierungsstoffe aus, und drin ist nur das, was Sie auch hineintun. Das gilt auch fĂŒr die Herstellung von Seifen.


FĂŒr Einsteiger: Kernseife als Basis verwenden

Wer zum ersten Mal eigene Seife herstellen möchte, sollte zu Beginn am besten mit Kernseife als Rohstoff beginnen, um diese dann mit eigenen Zutaten zu verfeinern. Das macht Spaß und ist auch nicht besonders aufwĂ€ndig.  Und weil nicht mit Chemikalien gearbeitet wird, können auch Kinder mithelfen. Als Rohmaterial kommt Kernseife zum Einsatz, Sie können aber auch gesammelte Seifenreste verwenden. Diese sollte dann natĂŒrlich möglichst einfarbig sein, damit es spĂ€ter eine hĂŒbsche Optik ergibt.

Alle „Rohstoffe“ fĂŒr die selbst hergestellt Seife gibt es im Drogeriemarkt. Sie benötigen:

  • Kernseife,
  • eine Reibe
  • Förmchen, z.B. EiswĂŒrfelformen oder Keksausstecher
  • ein bis zwei Töpfe
  • Löffel
  • Wasser
  • Honig, Milch oder Öl (z.B. Kokosöl)
Beginnen Sie mit Kernseife als Rohstoff. Das ist auch fĂŒr KinderhĂ€nde ungefĂ€hrlich.

Beginnen Sie mit Kernseife als Rohstoff. Das ist auch fĂŒr KinderhĂ€nde ungefĂ€hrlich.


Und so bereiten Sie aus den Zutaten Ihre erste eigene Seife:

  1. ZunĂ€chst werden die Seifenreste oder die Kernseife zerkleinert. Das geht am besten mit einer normalen KĂŒchenreibe. Dabei können dann auch schon kleine Kinder mithelfen.
  2. Die SeifenspÀne werden dann entweder direkt im Topf auf der Herdplatte oder im Wasserbad eingeschmolzen. Eher eine geringe Temperatur wÀhlen und lieber etwas lÀnger warten. Beim Schmelzen einen kleinen Schuss Wasser hinzugeben. Es kann auch etwas Milch sein.
  3. RĂŒhren Sie regelmĂ€ĂŸig um, damit nichts anbrennt. Seife, die Sie auf diesem Weg herstellen, wird nicht so flĂŒssig wie Wachs oder Öl. Da Gemisch erinnert eher an weiche Butter.
  4. Jetzt können Sie die Rohmasse noch verfeinern, beispielsweise mit Kokosöl oder etwas Honig. Etwas Haferflocken verwandeln die Seife dann gleich in ein Peeling fĂŒr die Haut.
  5. Damit sich die Seife spĂ€ter gut löst, pinseln Sie die Förmchen am besten mit etwas Öl aus. Dann die Rohmasse einfĂŒllen. Dabei die Formen etwas bewegen und vorsichtig schĂŒtteln, damit sich die Masse gut verteilt und Luftblasen entweichen.
  6. Jetzt lassen Sie die Förmchen einfach stehen und auskĂŒhlen. Eine erste Haut bildet sich sehr schnell, aber in diesem Zustand ist die Masse noch sehr empfindlich.

Einsatzbereit ist die Seife, nachdem Sie ein paar Tage getrocknet wird. Je lÀnger dies dauert, umso hÀrter wird sie.

Wer seine Seife selbst macht, weiß nicht nur was drin ist, sondern bestimmt auch die Optik und Duftnoten. Hier ein Beispiel fĂŒr handgemachte Orangenseife.

Wer seine Seife selbst macht, weiß nicht nur was drin ist, sondern bestimmt auch die Optik und Duftnoten. Hier ein Beispiel fĂŒr handgemachte Orangenseife.


Seife selber sieden: Mehr Aufwand, aber auch mehr Freiheiten

Deutlich anspruchsvoller ist das Sieden von Seife. Dazu wird Natronlauge benötigt, die durchaus gefĂ€hrlich sein kann. Arbeiten mit Handschuhen, SchĂŒrze und Schutzbrille ist hier angeraten. Außerdem ist es nicht ganz trivial, die richtige Menge an Natron fĂŒr die Mischung zu bestimmen. Hier braucht man einen Seifenrechner, von denen einige kostenfrei im Internet zur VerfĂŒgung stehen.

Der Vorteil liegt hier in erster Linie darin, dass Sie Ihren eigenen Rohstoff tatsĂ€chlich vollstĂ€ndig selbst anrĂŒhren, die Kontrolle ĂŒber alle Inhaltsstoffe haben und auch selbst den Überfettungsgrad der Seife selbst festlegen. Wenn Sie das selbst ausprobieren wollen, suchen Sie im Internet am besten nach einem „25er-Rezept“. Dann sind die Inhaltsstoffe ĂŒbersichtlich und auch die Mengen einfacher zu bestimmen. Ruhe und SorgfĂ€ltigkeit beim Umgang mit den Substanzen sind aber dennoch notwendig.


Kontakt:

Mail: sales@duschmeister.de
Telefon: 04102 / 80 39 20

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